Triumph ist noch einer der ganz wenigen Hersteller die noch wie richtige Klassiker aussehende Maschinen in Serie bauen. Neben der Bonneville und dem Sondermodell T100 ging mit der Thruxton 900 im Jahr 2004 der weltweit einzige echte Café Racer an der Start.
Mit dem auf 865ccm aufgebohrten Paralleltwin, der 70 PS bei 7.200 U/min und 72 Nm bei 5.750 U/min. leistet,ist die Thruxton rund 10PS stärker und wesentlich stärker in Richtung sportliches Fahren ausgerichtet als die Bonneville oder deren Konkurrent die Kawasaki W650.
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Die Thruxton baut unglaublich niedrig, sie ist wesntlich flacher und wirkt dadurch langestreckter als alle anderen aktuellen Motorräder. Wer meint die Stummel ergäben eine verkrampfte Sitzhaltung irrt. Ntürlich beugt sich der Oberkörper nach vorne, aber die Stummel sind nicht so niedrig das man über den Tank gespannt wird. Auch die Fußrasten sind welten von der spitzen Lage moderner Rennmaschinen entfernt. Und So ergibt sich eine sportlich versammelte, aber nicht unbequeme Sitzposition, vergleichbar einer Triumph Sprint RS.
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Die Position des Zündschlüssels am linken Scheinwerferträger ist sehr ungewöhnlich, paßt aber prima ins klassische Ambiente der Thruxton, und ist auch im Sitzen noch problemlos zu erreichen. Der Choke findet sich an der linken Motorseite und ist leicht zu bedienen, nach wenigen Kilometern kann er gerost wieder ganz eingerückt werden. Einmal warmgefahren braucht man ihn den ganzen Tag über nicht mehr.
Doch das überraschendste ist das einfache Fahren mit der Thruxton.
Nach jahrelanger Gewöhnung an den dicken 190er der Speed Triples ist das
Fahrverhalten der Triumph Thruxton 900 wie eine Offenbarung. Alles geht so leicht
und flüssig von der Hand, insbesondere in schnell durchfahrenen Wechselkurven
ist dieser Café Racer in seinem Element. Muß hier mit der Speedy
noch richtig gearbeitet werden, steuert sich die Thruxton quasi mit einem leichten
Kopfwackler schon fast von selbst. Flüssig fahrbare Kurvenkombinationen,
möglichst ineinader übergehnd, da fühlt man sich mit der Thruxton
richtig wohl, und genießt den willig am Gas hängenden Twin. Selbst
moderne Supersportgeräte müssen hier schon engagiert zur Sache gehen
um die Thruxton auf Abstand zu halten. Wobei die extreme Fahrweise aktueller
Boliden, mit harten Gasaufreißen nach Spitz durchfahrenen und hart angebremsten
Kurven nicht das metier der Thruxton sind. Sie will beschwingt und flüssig
durch die Kurven gleich welchen Radius dirigiert werden.
Ohne Wackler nimmt sie auch gröbere Straßenunebenheiten gelassen
hin, der um, gegenüber der Bonneville, 10mm vergrößerte Bremsscheibendurchmesser
fängt die Thruxton immer wieder ein und kann von der gut funktionierenden
Hinterradbremse erfolgreich unterstützt werden.
Dank der stabileren 41mm Gabel ist ein verwinden der Gabel beim verzögern
mit der Einscheibenbremse fast nicht zu merken.
Und immer wieder faszinierend ist, dank des niedrigen Schwerpunkts, dem gegenüber
der Bonneville auf 18" verkleinerten Vorderrads und des um 1° steileren
Lenkkopfwinkels in Zusammenhang mit den 100/90 und 130/80 schmalen aber gut
haftenden Metzeler MeZ4, dieses unglaublich einfache und problemes Fahrgefühl,
losgelöst von jeglichen Imponieransprüchen.
Motorrad fahren und genießen, ohne ständig die gesetzlichen Bestimmungen
übermäßig weit zu überschreiten, bei Geschwindigkeiten
zwischen 80 und 120km/h fühlen sich Mann und Maschine am wohlsten. Wer
es ganz eilig hat kann auch an der 200km/h Grenze kratzen, doch muß dafür
der Twin kräftig gedreht werden.
Fazit:
Ein tolles Motorrad für den Genießer, der es liebt ohne Streß schnell seine Bahn zu ziehen, und sich an den feinen und edlen Teilen seiner Triumph Thruxton zu erfreuen, die knisternd auf die nächste Runde wartet.
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| Serienmäßiger U-Kat und SLS sorgen für einen geringen Schadstoffausstoß durch die klassisch schönen Megaphontöpfe. Der blaue Krümmer signalisiert das nicht ummantelte und leichte Rohrstück, wie es sich für Motorrad mit sportlichen Genen gehört. Ohne SLS sind die Verbrennungstemperaturen geringer und die Neigung zum blauen Anlaufen der Krümmer geringer. | |
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Vielen Dank an das Motorradzentrum Gerhard Mörk in Höfingen für die zur Verfügungstellung und die ausgiebige Testmöglichkeit |
Das es sich mit der Thruxton auch veritabel richtig Schnell fahren läßt haben unsere italienischen Freunde schon schnell erkannt und einen eigenen Triumph Thruxton Cup ins leben gerufen. Der langen Tradition der englischen Zweizylinder bewußt haben Triumph Deutschland, das Motorradmagzion MO und Zubehörspezialist LSL für den deutschsprachigen Raum den Triumph Classic Cup ins Leben gerufen. Hier dürfen alle Triumph Twins, gleich welchen Baujahrs, und ohne Einschränkung bei den Umbauten im Rahmen eines Fahrertrainings miteinander um die schnellste Runde fahren.
Der erste Test dieser Veranstaltung, 2004 in Oschersleben, lief sehr erfolgreich ab, und endete für das Triplespeed Racing Team das mit einer kurzfristig vom Fürther Triumph Händler Braun und Eschenbacher zur Verfügung gestellten Thruxton 900 mit dem zweiten Platz hinter einer sehr engaierten bewegten Bonnie aus Meriden Zeiten.
Eine weitere Story rund um die Thruxton ist der Kampf der Giganten im Rahmen der SDS2005.
Technische Daten:
Triumph THRUXTON 900
Motor:
Luftgekühlter 360º Parallel-Zweizylindermotor, DOHC865cc90 x 68mmDoppelvergaser
mit Drosselklappensensor und elektrischer Vergaservorwärmung, U-Kat / Sekundärluftsystem
X-Ring-Kette, 5-Gang. Leistung: 51 kW (70 PS) bei 7.200 U/min, 72 Nm bei 5.750
U/min
Fahrwerk:
18" x 2.50 Speichen, 17" x 3.50 Speichen mit 100/90-18 bzw. 130/80-17
Telegabel mit 41 mm Standrohrdurchmesser, Federbasis einstellbar, Zwei Federbeine
mit verchromten Federn, Federbasis einstellbar, Radstand 1490 mm Lenkkopfwinkel/Nachlauf
27º/97 mm
Bremsen:
1 x 320 mm schwimmend gelagerte Scheibe, Zwei-Kolben-Schwimmsattel, hinten:
1 x 255 mm Scheibe,
Einkolben-Schwimmsattel
Maße:
LxBxH 2150 mmx 695 mmx 1095 mm, Sitzhöhe 790 mm Gewicht: 205 kg Tankinhalt
16 Liter
GerT - 05.06.2005