Eine
hektische Rennwoche ist vorüber, am Donnerstag hat es doch noch
geklappt das Kai und der "Blonde Engel" am "Toni-Mang
Renntraining" teilnehmen, und wir einige Feinheiten durchprobieren
konnten (Neue Tunes per Wayne's
TuneEdit, Fahrwerkseinstellung, Reifen, Übersetzung, ...). Nach
dem Training dann noch schnell den Auspufftopf neu gestopft, damit die
Hürde
der Lärmmessung
der technischen Abnahme diesmal problemlos gemeistert werden konnte (89dB
zu 97dB vorher, das Dämmen hat sich also gelohnt).
Die
Dokumentenabnahme erledigten wir zwischendurch. Da wir nun zu dritt waren,
Stephan (ST05) #647, Jens #645 und Kai #646, bildeten wir zusätzlich eine
T5net Mannschaft, mit dem Ziel die wenig bekannte Mannschaftswertung
ein bischen
aufzupeppen.
strategisch ungünstig nur, das wir alle drei in der gleichen Klasse
starteten, und uns so gegenseitig die beseren Platzierungen wegnehmen
würden.
Stephan
hatte den weiten Weg aus Hamburg angetreten und war mit seiner perfekt
vorbereiteten Triumph Speed Triple 1050 schon längst fertig,
als die technischen Kommissare die Datalogging Einrichtung monierten
und diese noch schnell demontiert werden mußte.
Derweil
großes Bangen bei Jens um eine rechtzeitige Ankunft der Boxenstop - Aprilia
Mille RSV, denn Carsten, der Chef von Boxenstop steckte noch
mitten
in
der
Autobahn Vollsperrung, verursacht
durch einen ausbrennenden Caravan.
Und auch Hektik bei Kai und
mir, als sich Kai doch noch überzeugen lies die neuen Bridgestone BT002
Racing Street aufzuziehen. Im Gegensatz zu
dem 1000km Reglement darf im Seriensport der Reifen NICHT gewechselt werden.
Dauerprüfung und Sprint müssen mit ein und demselben Satz durchgefahren
werden. Da heißt es natürlich während der 47 Runden auf dem kleinen Kurs
in Hockenheim Zurückhaltung üben und möglichst sanft die Sollrundenzahl
schaffen. Also die montierten Reifen wieder runter und BT002 aufgezogen.
Startnummernfelder und Startnummern aufgeklebt (Danke für die Hilfe Udo).
Schon kam Kai mit den Reifen. Kurz vor 20 Uhr und dem vorgesehenen Schließungstermin
der technischen Abnahme reihten wir us in die kleine Schlange vor der Abnahme
ein, und schafften es diesmal sogar ohne Beanstandungen. Heureka.
Am nächsten Morgen kurz nach 07:00 Uhr noch schnell die Benzinkanister
aufgefüllt (Nachtanken ist erlaubt), 07:30 dann die Fahrerbesprechung und
schon geht es pünktlich um 08:00, zusammen mit drei weiteren Klassen, los
zur Dauerprüfung.
Kai rollt mit "gemütlichen" Runden um die 2 Minuten die Reifen warm, um
sich dann bei ziemlich Konstanten 1:20" einzupendeln.
Stephan ist mit 1:25er Runden gut bei der Musik. Nur Jens sehe ich nirgends.
Hat Carsten es nicht geschafft rechtzeitig am Kurs zu sein?
Doch gegen
08:30 taucht er in der Box auf, Jens fährt schon lange in der Dauerprüfung
mit (#645).
Carsten ist in den frühen Morgenstunden am Kurs eingetroffen
und
Jens hatte
es um
07:00 Uhr gerade so zur technischen Abnahme geschafft.
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Serienstarter haben Vorrang und machen die ersten Startreihen
unter sich aus, der Rest wird nach Eingang der Anmeldung sortiert. Deshalb
steht Kai in der 5. und vorletzten, und Jens und Stephan in der letzten Startreihe.
Zwei Einführungsrunden und dann wird es ernst. Die Strecke wird freigegeben,
die Startampel schaltet auf Rot und geht dann aus, das Zeichen zum Start.
Mit einem fulminaten Start schießt Kai bis auf den 6 Platz vor, und verpaßt
dann den Anschluß an das Führungstrio bis er an der KTM vorbeigekommen
ist. Nach zwei weiteren Runden ist Kai 4. und fährt, abgesehen von den
Überrundungen
ein recht einsames Rennen.
Bis er von Peter Klotz und seiner Aprilia eingeholt
und zu Beginn der letzten Runde überholt wird. Überrascht macht sich Kai
an die Verfolgung und die beiden fahren ihre schnellsten Runden des Rennens.
Peter erreicht mit einer 1:12.04 die schnellste Rennrunde überhaupt und
Kai schafft mit 1:12.22 die drittschnellste Zeit und ist damit schnellster
Fahrer mit einer Veranstaltungslizenz, wofür es einen großen Extrapokal
gibt.
Im Ziel sind die beiden nur noch 1 Sekunde hinter der Ducati 999
des drittplatzierten Frank Schackmuth entfernt, der mit nachlassenden Reifen
in den letzten Runden immer langsamer geworden ist.
Kai kann Peter nicht
mehr abfangen und wir als 5. abgewunken, mit rund 9 Sekunden Vorsprung
vor dem 6. platzierten Fahrer.
Jens gelingt aus der letzten
Startreihe heraus zwar ebenfalls ein bombiger Start, doch er bleibt zu
lange im Mittelfeld hängen, erlebte ein
sehr kurzweiliges Rennen mit vielen Positionskämpfen und wird schließlich
7.
(Schnellste
Runde 1:13.25).
Angesichts der unvorteilhaften Startposition ein sehr gutes Ergebnis
für Jens und das Boxenstop Team,
das diesmal für das T5net gestartet
ist.
Stephan hatte die Rennstreckenhaltbarkeit
der Michelin Pilot Power bei den hohen Temperaturen weit überschätzt
und sich, nach einem heftigen Quersteher
bereits in der Dauerprüfung, lieber zurückgehalten.
Stephan kommt ziemlich
geschafft aber irgendwo doch Glücklich es heil überstanden zu haben auf dem
23. Platz ins Ziel. Von 29 in der früh gestarteten hat er einige Mitstreiter,
auf den für Stephan neuen Kurs den er noch nie zuvor gefahren ist, hinter
sich gelassen. Schon allein dafür hat sich die weite Anreise aus Hamburg
doch schon gelohnt.
In der Mannschaftswertung
hat es dann nur zum 8. Platz gereicht.
Das läßt etwas Potential für Verbesserungen
beim nächsten Mal übrig :-) |