17.06.2006 - Bikers Weekend Hockenheim

Deutscher Seriensport Cup - Klasse 6 - max. 3 Zyl. und max. 107,4 kW/146 PS


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Eine hektische Rennwoche ist vorüber, am Donnerstag hat es doch noch geklappt das Kai und der "Blonde Engel" am "Toni-Mang Renntraining" teilnehmen, und wir einige Feinheiten durchprobieren konnten (Neue Tunes per Wayne's TuneEdit, Fahrwerkseinstellung, Reifen, Übersetzung, ...). Nach dem Training dann noch schnell den Auspufftopf neu gestopft, damit die Hürde der Lärmmessung der technischen Abnahme diesmal problemlos gemeistert werden konnte (89dB zu 97dB vorher, das Dämmen hat sich also gelohnt).

Die Dokumentenabnahme erledigten wir zwischendurch. Da wir nun zu dritt waren, Stephan (ST05) #647, Jens #645 und Kai #646, bildeten wir zusätzlich eine T5net Mannschaft, mit dem Ziel die wenig bekannte Mannschaftswertung ein bischen aufzupeppen. strategisch ungünstig nur, das wir alle drei in der gleichen Klasse starteten, und uns so gegenseitig die beseren Platzierungen wegnehmen würden.

Stephan hatte den weiten Weg aus Hamburg angetreten und war mit seiner perfekt vorbereiteten Triumph Speed Triple 1050 schon längst fertig, als die technischen Kommissare die Datalogging Einrichtung monierten und diese noch schnell demontiert werden mußte.

Derweil großes Bangen bei Jens um eine rechtzeitige Ankunft der Boxenstop - Aprilia Mille RSV, denn Carsten, der Chef von Boxenstop steckte noch mitten in der Autobahn Vollsperrung, verursacht durch einen ausbrennenden Caravan.

Und auch Hektik bei Kai und mir, als sich Kai doch noch überzeugen lies die neuen Bridgestone BT002 Racing Street aufzuziehen. Im Gegensatz zu dem 1000km Reglement darf im Seriensport der Reifen NICHT gewechselt werden. Dauerprüfung und Sprint müssen mit ein und demselben Satz durchgefahren werden. Da heißt es natürlich während der 47 Runden auf dem kleinen Kurs in Hockenheim Zurückhaltung üben und möglichst sanft die Sollrundenzahl schaffen. Also die montierten Reifen wieder runter und BT002 aufgezogen. Startnummernfelder und Startnummern aufgeklebt (Danke für die Hilfe Udo). Schon kam Kai mit den Reifen. Kurz vor 20 Uhr und dem vorgesehenen Schließungstermin der technischen Abnahme reihten wir us in die kleine Schlange vor der Abnahme ein, und schafften es diesmal sogar ohne Beanstandungen. Heureka.

Am nächsten Morgen kurz nach 07:00 Uhr noch schnell die Benzinkanister aufgefüllt (Nachtanken ist erlaubt), 07:30 dann die Fahrerbesprechung und schon geht es pünktlich um 08:00, zusammen mit drei weiteren Klassen, los zur Dauerprüfung.
Kai rollt mit "gemütlichen" Runden um die 2 Minuten die Reifen warm, um sich dann bei ziemlich Konstanten 1:20" einzupendeln.
Stephan ist mit 1:25er Runden gut bei der Musik. Nur Jens sehe ich nirgends. Hat Carsten es nicht geschafft rechtzeitig am Kurs zu sein?

Doch gegen 08:30 taucht er in der Box auf, Jens fährt schon lange in der Dauerprüfung mit (#645).
Carsten ist in den frühen Morgenstunden am Kurs eingetroffen und Jens hatte es um 07:00 Uhr gerade so zur technischen Abnahme geschafft.

 

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In der 42. von 47 zu fahrenden Runden deutet Kai bei der Vorbeifahrt an Start und Ziel auf den Tank.
Die Tankwarnleuchte ist angegangen, er kommt in der nächsten Runde herein.
Claus (fallinger) löst mich an der Boxenmauer ab, um die Runden von Stephan weiter zu zählen.
Während Kai neuen Sprit bekommt und auch noch genügend Zeit für ein dringendes Geschäft hat.

Die Tankanlage ist gerade wieder vorbereitet als mir Fallinger signalisiert das auch Stephan seiner Sollrundenzeit bis auf eine Runde erreicht hat, wir winken ihn zum Tankstop herein. Gerade abgefertigt hat Kai inzwischen seine Sollrunden plus ein paar Sicherheitsrunden erledigt, Claus hält ihm erneut das Schild zum hereinkommen heraus. Doch diesmal soll es gleich in den Parc Fermé gehen. Mit Handzeichen machen wir uns über die Länge der Boxengasse hinweg verständlich, bis ich endlich kapiere das er zum Abstellen ja den Montageständer benötigt (der Seitenständer wurde zugunsten eines umgedrehten Schaltschemas abgebaut). Bis ich am Mobil turm bin hat auch Stephan seine schwarze Perle abgestellt. Jetzt beginnt die Wartezeit bis zum Sprintrennen kurz vor der Mittagspause. Auch Jens hat die Zeit- und Rundenvorgaben erfolgreich absolviert, die Aprilia schnurrt wie ein Uhrwerk.
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Serienstarter haben Vorrang und machen die ersten Startreihen unter sich aus, der Rest wird nach Eingang der Anmeldung sortiert. Deshalb steht Kai in der 5. und vorletzten, und Jens und Stephan in der letzten Startreihe. Zwei Einführungsrunden und dann wird es ernst. Die Strecke wird freigegeben, die Startampel schaltet auf Rot und geht dann aus, das Zeichen zum Start.
Mit einem fulminaten Start schießt Kai bis auf den 6 Platz vor, und verpaßt dann den Anschluß an das Führungstrio bis er an der KTM vorbeigekommen ist. Nach zwei weiteren Runden ist Kai 4. und fährt, abgesehen von den Überrundungen ein recht einsames Rennen.
Bis er von Peter Klotz und seiner Aprilia eingeholt und zu Beginn der letzten Runde überholt wird. Überrascht macht sich Kai an die Verfolgung und die beiden fahren ihre schnellsten Runden des Rennens. Peter erreicht mit einer 1:12.04 die schnellste Rennrunde überhaupt und Kai schafft mit 1:12.22 die drittschnellste Zeit und ist damit schnellster Fahrer mit einer Veranstaltungslizenz, wofür es einen großen Extrapokal gibt.
Im Ziel sind die beiden nur noch 1 Sekunde hinter der Ducati 999 des drittplatzierten Frank Schackmuth entfernt, der mit nachlassenden Reifen in den letzten Runden immer langsamer geworden ist.
Kai kann Peter nicht mehr abfangen und wir als 5. abgewunken, mit rund 9 Sekunden Vorsprung vor dem 6. platzierten Fahrer.

Jens gelingt aus der letzten Startreihe heraus zwar ebenfalls ein bombiger Start, doch er bleibt zu lange im Mittelfeld hängen, erlebte ein sehr kurzweiliges Rennen mit vielen Positionskämpfen und wird schließlich 7.
(Schnellste Runde 1:13.25).

Angesichts der unvorteilhaften Startposition ein sehr gutes Ergebnis für Jens und das Boxenstop Team,
das diesmal für das T5net gestartet ist.

Stephan hatte die Rennstreckenhaltbarkeit der Michelin Pilot Power bei den hohen Temperaturen weit überschätzt und sich, nach einem heftigen Quersteher bereits in der Dauerprüfung, lieber zurückgehalten.
Stephan kommt ziemlich geschafft aber irgendwo doch Glücklich es heil überstanden zu haben auf dem 23. Platz ins Ziel. Von 29 in der früh gestarteten hat er einige Mitstreiter, auf den für Stephan neuen Kurs den er noch nie zuvor gefahren ist, hinter sich gelassen. Schon allein dafür hat sich die weite Anreise aus Hamburg doch schon gelohnt.

In der Mannschaftswertung hat es dann nur zum 8. Platz gereicht.
Das läßt etwas Potential für Verbesserungen beim nächsten Mal übrig :-)

       
In der Zwischenzeit nahmen wir dann am Vorstart für die Besichtigungsrunde Aufstellung und bekamen gerade noch den Burn Out des Gewinners Rainer Kopp (hatte dieses Jahr auch schon die 1000km gewonnen), und die Wheelies von Kai mit als es für uns auch schon los ging.
 
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Leider war nach einer knappen viertel Stunde schon wieder Schluß, aber die wenigen Runden die wir drehen durften haben doch gereicht das viele der 12 köpfigen Triumphtruppe, die zum ersten Mal auf einer Rennstrecken gefahren sind, dies im Rahmen eines richtigen Trainings sicherlich bald wiederholen.

Weitere Infos und Kommentare im T5net Forum und den T5net Forum News

Vielen Dank an pepe+anja, fallinger, Daytona Orange, ST05, Jens, Kai, Carsten, Stef (Team DVAG) , SBF-motorraeder.de, TM-Accessories.de, TuneBoy.com.au , Bridgestone und dem DMV e.V. ohne die dieses Event nicht möglich gewesen wäre.

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18.06.2006 Text: GerT / © Alle Bilder www.franks-photo-service.de - anhand der Bildnummern können Papierabzüge nachbestellt werden.