Darf's
noch ein bißchen mehr sein? Tja, im Zeichen der Leistungsgesellschaft
sind 128 (offizielle) PS nicht in jeder Situation ausreichend. Das muss
doch mal gesagt werden. Hier ist die Rede von Motortuning. Im weiteren
Sinn bedeutet Tuning natürlich auch Gewichtsreduktion, Strömungsoptimierung,
Fahrwerksverbesserung, Bremsverbesserung usw. Aufgrund der relativ geringen
Verbreitung der Daytona haben sich die Tuner in Deutschland bisher nicht
recht mit dem T5-Triebwerk befasst. Klar, die Stückzahlen der Vierzylinder
aus Japan lohnen sich eher. Auch die sicher nicht gerade massenhaft verbreitete
Duc 996 wird weit häufiger getunt, als die Daytona. Scheinbar denken
die Werkstattbosse, dass die Triumph-Community ganz gut mit dem Fabrikstandard
auskommt. Der ist zwar bekanntlich schon ordentlich, kann aber verbessert
werden. Mir ist derzeit nur ein speziell auf den T5-Motor angepasster Tuning-Kit
bekannt.
Die wohl
solideste und leider auch teuerste Lösung bietet der Haus-Tuner von
Triumph an, Wilcox.
Die Firma liegt praktisch einen Steinwurf von der Fabrik in Hinckley entfernt
- und tunt übrigens auch imposante Zwölfzylinder-Motoren für
die Formel 1. Der Wilcox-Kit bietet echte 142 PS - das sind immerhin
rund 20 PS mehr, als die wohl realistischen 120-125 PS, die der Daytona-Motor
tatsächlich ab Werk leistet. Der Haken: Der Spass kostet derzeit (März
2000) 1995.- Pfund, knapp 6000 Mark. Hinzu kommen die Mehrwertsteuer, die
Kosten für den Transport sowie die Aus- und Einbaukosten. Für
das umfangreiche Tuning muss nicht das komplette Motorrad nach Hinckley transportiert werden.
Es "reicht", die zu verändernden Motorteile einzuschicken. Nach fünf
bis 10 Tagen erhält man den umgebauten Kit zurück.
Der Kit umfasst folgende Bestandteile:
Hieraus wird deutlich, dass sich Wilcox nicht mit einem oberflächlichen
"Glattmachen" der Ein- und Auslass-Kanäle begnügt. Das Ergebnis
dieses Aufwandes zeigt diese Grafik.