Erlebnisbericht zur Triumph T500-Challenge 1998 im Euro-Cup (Teil 1)

Die erste Rennsaison von Patrick Keller mit einer Triumph Daytona T595

Folgender Bericht des "Munot Racing Team" aus Schaffhausen (CH) beschreibt die nicht immer schmerzfreien Erfahrungen von Patrick Keller bei seiner ersten Teilnahme an der Triumph-Challenge 1998. Aufgezeichnet im Februar 2001 für das T5net. Herzlichen Dank, Team Munot+Patrick und viel Erfolg für Eure weitere Rennkarriere! Dieser Bericht ist mit etlichen Fotos illustriert, daher müsst Ihre eine gewisse Ladezeit in Kauf nehmen. Aber es lohnt sich!
 

Der Anfang
Was ist der Euro Cup?
Renntraining in Hockenheim
Hockenheimring 1. und 2. Lauf
Brünn, 3. und 4. Lauf
Ostsee Usedom, 5. und 6. Lauf
Oschersleben, Finale mit dem 7. und 8. Lauf
Die Ergebnisse von Padi

Der Anfang

Wie kommt man als Motorradfahrer in eine Rennserie hinein? Mäge Motos in Marthalen in der Schweiz ist der Triumph Motorradhändler und Mechaniker von Patrick Keller. Schon 1997 sponsorte Markus Nägeli, Chef von Mäge Motos, einen Fahrer in der T500 Challenge. Damals wurde noch mit der T509 Speed Triple um Pokale gefahren. Da der damalige Fahrer Philippe Thalmann „Pille“ infolge Berufstress aufhören musste, war Markus auf der Suche nach einem neuen Piloten. Durch Freunde und Bekannte wurde Markus auf das Talent von Patrick Keller bei Racing for Fun Veranstaltungen aufmerksam gemacht. Patrick Keller geboren am 16.11.1963 in Stockport, England, fährt seit 1991 bei Racing for Fun Veranstaltungen mit.

Das Angebot an Patrick bestand darin für eine ganze Rennsaison eine neue T595 zur Verfügung gestellt zu bekommen. Motor und Getriebe auf Kosten von Mäge Motos und sämtliche Stürze zu Lasten des Piloten. Da konnte unser zukünftiger Racer Patrick Keller gar nicht nein sagen. Zusätzlich fand sich noch ein Sponsor für die Reifen; die Firma ZEKO welche mit der Herstellung von Präzisionsteilen beschäftigt ist. Nicht zu vergessen die vielen Freunde vom Motorradklub „Munot Racing Team“, welche unseren Patrick so gut wie möglich unterstützten.

Was steckt hinter dem EURO CUP?

* 5 Hauptklassen bilden den CUP. Gestartet wird jede Klasse für sich alleine.

1. TRIUMPH T500 Challenge

a) T509 Speed Triple, 900ccm (Triumph Deutschland)
b) T595 Daytona, 955ccm

2. Aprillia RS CUP
a) Aprillia RS 125 (Aprillia Deutschland)
b) Aprillia RS 250

3. DUCATI Trofeo
a) Ducati mit 2-Ventilen 88 PS
b) Ducati mit 4-Ventilen 120 PS

4. Street BEARS
a) Einzylinder British European American Racer
b) Zwei und drei Zylinder
c) Einspritzung, 4-Ventiler oder Desmodromik

5. Street SAM (auch japanische)
a) Twins bis 900ccm
b) Twins über 900ccm
c) Fours bis 900ccm
d) Fours über 900ccm

* Teilnahmeberechtigt sind Rennfahrer mit A/I oder B Lizenz oder mit DMSB Clubsportlizenz (Deutschland).

* 8 Rennläufe werden ausgetragen. Um Kosten zu sparen 2 Rennen pro Wochenende.

* Je nach Klasse sind leichte Tuningmassnahmen erlaubt. Zum Beispiel dürfen bei der Triumph T500 Challenge die Nockenwelle, Übersetzung je nach Rennstrecke und der Auspuff gewechselt werden. Die Motorräder müssen eine Racingverkleidung haben und müssen ein sauberes Erscheinungsbild aufweisen.

* Renntermine 12. – 14. Juni Hockenheimring (Lauf 1 und 2
   03. - 05. Juli  Brno/Tschechien (Lauf 3 und 4)
   24. - 26. Juli Usedom Ost-Deutschland “neuer Austragungsort“
   5. + 6. September Oschersleben/Deutschland “neuer Termin“

* Renntrainings 09. + 10. Mai Hockenheimring grosser Kurs mit Kawasaki Deutschland
     (Privat organisiert) 28. Juli - 01. August Brno/Tschechien mit Gunti Racing Schweiz
   21. - 23. August Oschersleben Deutschland mit Pro Speed
 

1. Renntraining mit der T595 auf dem Hockenheimkurs

Am 9. und 10. Mai war Patrick Keller mit Schraubern Roland Zimmermann und Rico Steinemann bei Kawasaki Deutschland zu Trainingszwecken in Hockenheim. Die Veranstaltung wurde auf dem grossen Kurs ausgetragen. Für den Euro Cup wird nur der kleine Kurs benutzt, was den Trainingseffekt etwas schmälerte. Am Ende konnten die Drei jedoch das Training erfolgreich und mit grossem Nutzen für Patrick abschliessen. Sogar das Stürzen mit der Daytona hat unser Pilot bereits getestet.
weiter zu Teil 2 des Challenge-Berichts
eMail   Zurück zur News-Seite  Startseite